Gesundheit


Mit ein paar Tipps und auch die regelmäßige Vorstellung beim Tierarzt, wird Ihnen Ihr Hund lange Freude bereiten. Ich bin der Meinung, dass man lieber einmal zu oft, als einmal zu wenig oder zu spät zum Tierarzt gehen sollte!

Schnittwunden müssen binnen ein paar Stunden genäht werden, ansonst kann es zu Komplikationen kommen, Augenverletzungen sind sehr heikel und gehören in Fachhände ....

Aber auch erbrechen und generelles Unwohlsein sollte man nicht ignorieren! Der Tierarzt sollte zumindest telefonisch befragt werden, wie man sich verhalten soll und wie man ggf selbst "behandeln" kann!

Suchen Sie sich mehrere Tierarzttelefonnummern und auch von nahegelegenden Tierkliniken heraus und haben Sie diese immer Griffbereit! In der Hektik sucht man oft vergebens und in vielen Fällen (Unfall, Schnittwunden, Vergiftung udgl.) muß schnell gehandelt werden!

 

Bewegung im 1. Lebensjahr

Der Labrador wird ein relativ großer, schwerer Hund. Deshalb ist er auch gefährdet, div Hüft- und Schultererkrankungen zu bekommen. Im ersten Lebensjahr ist es wichtig den Welpen und auch Junghund körperlich nicht zu überfordern! Dies geschieht jedoch schneller als die meisten denken!

Es gilt die Faustregel: 5 Minuten Bewegung (Spaziergang mit Erlebnisausflügen) pro Lebensmonat einmal pro Tag - gewaltmärsche sind im 1. Lebensjahr nicht förderlich. Die notwendigen kleinen Gassirunden zum Lösen rechnet man zu der 5 Minuten Regelung nicht dazu - die muss ein Welpe öfter mal am Tag machen.

  • 3 Monaten - ca 15 Min. spazieren/am Tag/in einem Stück
  • 4 Monaten - ca 20 Min. spazieren/am Tag/in einem Stück
  • 5 Monaten - ca 25 Min. spazieren/am Tag/in einem Stück
  • usw.

Im ersten Lebensjahr soll der Welpe sich bewegen, nicht Sie sollen den Welpen bewegen. Ab einem Jahr kann man schön langsam Kondition aufbauen und den Hund voll belasten! Gerade im Sommer kann man sich mit einer Liege oder Decke an einen See, Teich oder Bach legen und den kleinen die große Welt erkunden lassen! Hier ist die Gefahr den Welpen zu überanstrengen gering. Lassen Sie den Welpen von sich aus ins Wasser gehen und lassen Sie auch den kleinen sich selbst beschäftigen! Hier kann der Welpe selbst entscheiden - sich zu bewegen oder sich zu Ihnen auf die Decke zu legen!

Man bedenke: Ein Wolfswelpe bleibt in den ersten Monaten ganz in der Nähe vom schützenden Bau, ab einem halben Jahr beobachtet er die erwachsenen Wölfe bei einer nahegelegenen Jagd und ab einem Jahr geht das Jungtier mit auf die Jagd! Auch mit einem Menschenbaby kann man es vergleichen: mit einem 2jährigem Kind werden auch keine stundenlangen Ausflüge unternommen, weil die Knochen und die Gelenke kaputt werden und das Kleinkind sehr schnell erschöpft ist!

Der Welpe oder auch Junghund kann nicht selbst entscheiden ob er jetzt genug hat oder nicht, er muss ihnen folgen und nachlaufen, denn ohne Sie würde er verhungern! Deshalb wird er Ihnen immer nachlaufen!

Im Garten kann der kleine so lange toben wie er möchte - Sie sollten den kleinen jedoch nicht motivieren. Der Garten ist sozusagen sein zu Hause und er kann jederzeit umfallen und schlafen und muss Ihnen nicht nachlaufen!

Wenn es die Witterung zulässt, dann lassen Sie den Welpen bzw. Junghund schwimmen (erst nach der Grundimmunisierung). Dies kann er machen so lange und so viel er will, denn schwimmen baut Muskeln auf und ist absolut Knochenschonend!

 

KEINE WURFSPIELE ! ! !

 

Beim Balli spielen oder sonstigen Wurfspielen, werden die Gelenke extrem belastet und sind daher im ersten Lebenjahr eher zu vermeiden. Um den Hund vom Kopf her müde zu bekommen, sind Denkspielchen, Suchspiele und ruhige Apportierspielchen zu empfehlen. Das extreme Stoppen, bei geworfenem Spielzeug ist absolutes Gift! Impulskontrolle und zurücknehmen - auch wenn sich etwas bewegt, ist für einen Welpen und Junghund schwieriger zu beherrschen als nachlaufen ... man züchtet sich mit Wurfspielen schnell einen Junkie heran!

Sozialisierung

Ein Hund aus guter Zucht, ist wesensfest und gut sozialisiert. Trotzdem kann auch der Welpenkäufer dem jungen Hund noch ein paar Dinge zeigen. Busfahrten, Einkaufsstrasse, Strassenverkehr .... bedenken Sie aber immer - weniger ist mehr, denn man kann auch junge Hunde mit solchen Eindrücken leicht reizüberfluten und man erreicht somit das Gegenteil! Sozialisierung, heisst nicht - Tobeorgien mit fremden Hunden!

Stiegen und Auto

Im ersten Lebensjahr ist es ebenfalls wichtig, den Welpen bzw. Junghund Stiegen nur kontrolliert steigen zu lassen (hinauf und hinunter). Der Sprung ins und aus dem Auto soll so gut es geht erstmal nicht stattfinden. Heben sie den Hund ins und aus dem Auto. Wenn der Hund erstmal zu schwer ist, unterstützden sie ihn beim RAUS und REIN hüpfen ins Auto. So werden Schultern und Ellenbogen geschont!


Kontrolliertes stiegensteigen ist auch für die noch sehr weichen Gelenke und Knochen kein Problem. Der junge Hund soll jedoch nicht täglich hunderte male die Stiegen auf und runter flitzen.

 

Futter - Fütterung - Unarten

Wie oft soll man einen Welpen/Junghund/erwachsenen Hund füttern:

  •   bis zur 10. Lebenswoche - 4mal täglich zu fixen Zeiten
  •   10. Woche bis zum 6. Lebensmonat - 3mal täglich zu fixen Zeiten
  •   ab dem 6. Lebensmonat nur noch 2x täglich


Unarten erst gar nicht aufkommen lassen
Wenn Sie Ihren Welpen füttern wird dieser höchstwahrscheinlich sofort auf die Futterschüssel stürmen und seine Portion so rasch wie möglich hinunterschlingen! Sie sollten Ihrem Welpen gleich von Anfang an diese Unart abgewöhnen. Er soll sein Futter erst nehmen wenn Sie es ihm erlauben (Sie sind der Rudelführer und bestimmen so gut wie alles!)

  • 1. Geben Sie das Futter in die Schüssel und halten Sie den Welpen noch fern von der Schüssel. Setzen Sie sich hinter den Welpen auf den Boden und halten Sie in mit beiden Händen fest (ca. einen halben Meter von der Schüssel entfernt) und sagen Sie mit ruhiger Stimme "sitz und bleib". Warten Sie so lange bis der Welpe nicht mehr in die Hand drückt und geben Sie dann das Kommando"frei"! Sie können natürlich auch ein anderes Kommando verwenden, es sollte aber dann immer das gleiche sein. Es wird nicht lange dauern und der Welpe wird merken, dass er sein Futter bekommt wenn er nicht drängelt!
  • 2.) Sollte das in Punkt 1 beschriebene schon klappen geht's zu Punkt 2. Futter in die Schüssel geben und auf den Fressplatz stellen. Den Welpen in Sitzposition ca. einen halben Meter von der Futterschüssel warten lassen, damit er nicht voreilig hinstürzt, stellen Sie sich neben den Welpen und halten Sie ihn nur mehr mit einer Hand und wieder mit ruhiger Stimme die Kommandos "sitz und bleib"! Warten Sie bis der Hund nicht mehr in die Hand drückt und Sie Augenkontakt mit dem Welpen haben! Dann erst geben Sie das Kommando "frei" (oder Ihr gewähltes Kommando)!
  • 3.) Wenn Punkt 2 auch schon klappt (sollte nach ca. 1 Woche der Fall sein), lassen Sie den Abstand zwischen Hand und Welpe immer größer werden. Bis Sie irgendwann, dann gar keine Hand mehr brauchen sondern nur Ihre Anwesenheit schon genügt, dass der Hund vor der Schüssel wartet! Vergessen Sie nicht, dass Sie der Welpe kurz anschauen muss bevor Sie ihn mit "frei" (oder Ihr gewähltes Kommando) fressen lassen!

Sie werden sehr bald merken, dass der Welpe immer auf sein Kommando wartet bis er zu seinem Futter geht. Diese Übung ist eine reine Gehorsams- und Impulskontrollübung.


Leckerli
Wenn Sie dem Hund (gilt für jedes Alter) Leckerlis (Kauprodukte) geben, sagen Sie ebenfalls ein Kommando dazu! Und der Hund darf das Leckerli erst dann nehmen wenn er dieses Kommando hört (zB "nimm" oder "frei"). Mit diesen Übungen kann man dem Welpen beibringen von fremden Personen nichts zu nehmen! Das mit unter nicht ungefährlich ist, da es viele verrückte Menschen gibt (Giftköder) und man nie weiss, ob das Futter tatsächlich für den Hund geeignet ist! Es ist auch ratsam, den Hund immer selbst die Leckerlis zu geben um die Menge unter Kontrolle zu haben, da die meisten Hunde verfressen sind und das Gewicht darunter leidet! Dicke Hunde sind kranke Hunde!

Futter beim erwachsenem Hund
Ausgewachsene Hunde, die keinen erhöhten Nährstoffbedarf benötigen (Trächtigkeit, Laktation, hohe Aktivität, Krankheiten), sind in der sogenannten Erhaltungsphase. In dieser Phase muss dem Tier nur die Menge an Energie in Form eines vollständigen, ausgewogenen Futters zugeführt werden, die es zur Aufrechterhaltung der normalen Körperfunktionen benötigt. Ausgewachsenen Hunde sollten ein hochwertiges Futter erhalten, was speziell für die Aufrechterhaltung des Erhaltungsstoffwechsels produziert wird und zur Erhaltung einer optimalen Gesundheit, eines idealen Körpergewichts und individueller Fitness beiträgt.

Hunde die sehr aktiv sind und auch körperlich gefordert werden (Jagden, Dummytraining, Agility, usw.) brauchen meist mehr Futter oder energiereicheres Futter um den  Energiebedarf zu decken! Auch hier gibt es von verschiedenen Herstellern von Fertigfutter - aber auch den Rohfutterplan kann man auf sehr aktive Hunde sehr leicht abstimmen.

Fleischlieferanten und Zusätze:

 

Kopffleischexpress - Fleisch, Knabberein, Zusätze

Petfrost - Fleisch, Knabberein, Zusätze

Loys - Fleisch, Knabberein, Zusätze

Hundefeinkostladen - Fleisch, Knabberein, Zusätze

Foggis - Fleisch, Knabberein, Zusätze

DHN - Barf Zubehör

Aniforte - Barf/Zubehör

 

Hochwertige Trockenfuttersorten die ich empfehlen kann:

 

DogsloveGranatapet, Wolfsblut (gibt es viele Bezugsquellen),

Goodstuff - 10 Euro Nachlass mit Code TA20282

 


Ernährungsplan für Rohfütterung

 

DogZone

 


Welches Hundefutter ist geeignet für die Welpenaufzucht:

 

Am besten ist Sie fragen Ihren Züchter welches Futter den Welpen gefüttert wurde, damit Sie Futter von dem selben Hersteller besorgen können. Bei so jungen Hunden ist ein zu rascher Markenwechsel meist mit Durchfall verbunden. Die meisten Züchter füttern Trockenfutter! Dies ist natürlich das praktischste - doch nicht unbedingt das Beste. 


Der Labrador (gilt für alle großen Rassen) zählt zu den großen Rassen und er wird auch relativ schwer. Da man bei der Aufzucht schon einigen Erkrankungen vorbeugen kann, ist es ratsam das Welpenfutter NICHT bis 12 Monate zu füttern - sonder relativ schnell auf ein hochwertiges Juniorfutter und Adultfutter für große Rassen umzusteigen - oder aber auch frisch - sprich ROH zu füttern (hierzu ist ein prof. Plan notwendig)


Wenn Sie unbedingt beim Trockenfutter bleiben möchten ist es wichtig, dass sie ein hochwertiges Futter - wenn möglich getreidefrei - besorgen. Ab dem 4 Lebensmonat kann man durchaus schon ein erwachsenen Futter füttern.

 

Bitte kein Rassespezifisches Futter kaufen (Labrador Futter oder Golden Futter) - dies ist reine geschäftemacherei!

 

Die Futtermittelindustrie sorgt ständig für neue Fütterungsmethoden, jedoch ist der finanzielle Aspekt bei der "Erfindung" neuer Richtungen ein sehr wesentlicher! Sie brauchen keine Angst zu haben, dass Ihr Hund zu klein geraten wird! Die effektive Größe, bestimmt nicht das Futter, sondern die Gene! Ihr Hund wird langsam aber GESUND heranwachsen und Sie ersparen sich evtl sehr teure Operationen und Behandlungen!

 

Inhaltsstoffe:

Die Inhaltsstoffe sollte man genauestens studieren, denn viele herkömliche Futtermittelhersteller reichern das Futter mit viel Getreide an, das vom Hund nicht wirklich benötigt wird. Steht bei der Zusammenstellung schon Mais oder Getreide an erster Stelle - Hände weg von diesem Futter.

Zufüttern von Milchprodukten, Reis und Teigwaren udgl. 

Hochwertige Trockenfuttersorten wie Granatapet, Wolfsblut, Dogslove, Goodstuff enthalten alles, was ein Hund braucht. Zusätze sind daher nicht nur unnötig, sondern auch gesundheitsschädlich, da der Hund mit gewissen Inhaltsstoffen bei Zufütterung überversorgt wird.

Rohfutter
:

Der Trend geht weg vom Fertigfutter, hin zum Rohfutter. Ich füttere meine Hunde Roh und kann dies auch jedem empfehlen. Auch anfängliche Bedenken verschwinden, wenn man sich mit dem Thema Rohfütterung ein wenig auseinandersetzt. Dies hier alles festzuhalten würde den Rahmen sprengen. Gute Informationen bekommt man zb hier www.drei-hunde-nacht.de

Füttern Sie Ihren Hund bitte nicht dick!

Die Rippen soll man immer spüren, aber nicht sehen!

Es gibt im Prinzip keine Futtertabelle oder Gewichtstabelle (zB wie viel soll der Welpe mit 4 Monaten wiegen usw) jeder Hund ist verschieden und deshalb ist die Fütterung gefühlssache! Welpen reagieren relativ schnell auf zu viel oder zu wenig Futter! Merkt man, dass der kleine zu pummelig wird, einfach etwas weniger füttern, in ein paar Tagen hat er den Speck wieder herunten!

Futterumstellung - aber wie?
Stellen Sie ihren Welpen nicht abrupt auf ein neues Futtermittel um. Das alte Trockenfutter sollte langsam ausgehen und durch das Neue ersetzt werden. Achten Sie dabei genau darauf, dass Sie den Welpen nicht "überfüttern". Wenn Sie auf Rohfutter umstellen möchten - gibt ihnen die Ernährungsberaterin - die Ihnen einen Futterplan zusammenstellt - sicher gerne Auskunft über die Umstellung.

Bei der Fütterung sollten Sie noch folgende Dinge beachten:

  • Die Futtermenge ist abhängig vom Temperament und der Aktivität des Welpen, er sollte immer einen wohlgeformten Welpenbauch haben. Nicht dick - Rippen soll man spüren, aber nicht sehen!
  • Stören Sie ihren Welpen nicht beim Fressen.
  • Fressen und Trinken sollte an einem ungestörten Ort bereitgestellt werden.
  • Füttern Sie ihren Welpen mehrmals täglich zu bestimmten Zeiten (immer frisches Wasser).
  • Stellen Sie den Welpen wöchentlich auf die Waage. Dadurch kann man genau erkennen, ob der Welpe zu- oder abnimmt.

 

So wird bei den Passion Hunters gefüttert ...

Und so sieht bei uns das Futter aus ... in der Früh gibt es täglich Hühnerhälse mit aufgekochten Haferflocken und Milchprodukten, Abends: Herz, Leber, Lunge, Euter, Kutteln, Kopffleisch, Milz, Kronfleisch, Schlund und Stichfleisch immer mit einer Kräutermischung (auf meine Hunde abgestimmt) und eine gute Portion Gemüse/Obstpampe die leicht angedünstet und püriert wird.

 

Impfen

Mit der Anschaffung eines Hundes haben Sie nicht nur einen verspielten, verschmusten oder aufmerksamen, vielleicht auch eigenwilligen Hausgenossen erworben, von dem Sie sich zurecht viel Freude versprechen. Sie haben damit zugleich Fürsorgepflicht und damit Verantwortung für ein schutzbedürftiges, von Ihnen abhängiges Lebewesen übernommen.Dazu gehört neben einer artgerechten Haltung, Ernährung und Pflege die Abwehr von Gefahren durch häufige Infektionskrankheiten, denen Ihr Hund wenige Wochen nach der Geburt schutzlos ausgesetzt ist.

Eine rechtzeitige Impfung schützt Ihr Tier und gibt Ihnen Sicherheit. Denn heute gibt es zuverlässige Impfstoffe gegen folgende Infektionskrankheiten eines Hundes:

Staupe

"Eine gefürchtete Erkrankung mit vielen Gesichtern."

Die Staupe wird durch ein Virus verursacht. Die Ansteckung erfolgt zumeist durch direkten Kontakt von Hund zu Hund, aber auch indirekt durch Einschleppung mit Schuhen oder Kleidung. Die Erkrankung beginnt mit hohem Fieber, Augen- und Nasenausfluß und mit der absoluten Nahrungsverweigerung der Hunde. Im weiteren Verlauf der Erkrankung äussert sich die Staupe auf verschiedene Art und Weise. Man unterscheidet drei Verlaufsformen, die aber ineinander übergehen können.

Bei der Darmstaupe leiden die Hunde an beinahe unstillbarem Durchfall und an starkem Erbrechen.
Bei der Lungenstaupe werden hauptsächlich quälender Husten, Nasenausfluß und eine manifeste Lungenentzündung beobachtet.
Bei der Nervenstaupe leiden die Hunde an Krämpfen und Lähmungen und verlieren teilweise sogar das Bewusstsein.

Viele Staupe-Erkrankungen verlaufen tödlich. Die Tiere, die eine Staupe überlebt haben, behalten häufig lebenslange Schäden wie Zahnschmelzdefekte, spröde rissige Pfoten und unter Umständen Verhaltensstörungen zurück.

Ansteckende Leberentzündung

"Viele Jungtiere überleben diese Krankheit nicht."

Nicht weniger gefährlich als die Staupe ist die Ansteckende Leberentzündung, die der Tierarzt Hepatitis contagiosa canis oder H.c.c. nennt.
Die Ansteckung erfolgt auf gleichem Wege wie bei der Staupe. Auch die Krankheitssymptome gleichen denen der Staupe. Die Tiere haben hohes Fieber, verweigern die Nahrungsaufnahme und leiden an starken Bauchschmerzen. Viele Hunde, besonders Welpen, sterben in dieser Phase. Bei älteren Tieren kann es im weiteren Verlauf der Erkrankung zu Erbrechen, Durchfall, Mandel-, Rachen- und Bindehautentzündungen kommen. Auch sind nervöse Störungen in diesem Zusammenhang beobachtet worden. Hunde, die die Krankheit überlebt haben, behalten häufig Trübungen der Augenhornhaut zurück, die zur Erblindung führen können.

Leptospirose

"Die Erreger dieser lebensbedrohlichen Infektion lauern auch in Teichen, Tümpeln und Wassergräben."

Eine weitere gefährliche Erkrankung ist die Leptospirose. Sie ist auch unter dem Namen Stuttgarter Hundeseuche oder Weilsche Krankheit bekannt. Die Erreger dieser Erkrankung gehören zu den Bakterien. Verschiedene Leptospirenarten sind nicht nur für den Hund, sondern auch für den Menschen gefährlich. Hunde, Ratten, Mäuse und andere Tiere gelten als Ansteckungsquellen. Auch verschmutzte Teiche, Tümpel, Gräben oder Sümpfe beherbergen das Bakterium.
Die Krankheit beginnt oft mit abnormer Müdigkeit und schwankendem Gang, der besonders das Springen und Treppensteigen erschwert. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es dann zu Fieber, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Durchfall und zu Schädigung der Leber und der Nieren.

Parvovirose

"Erbrechen und blutiger Durchfall kennzeichnen diese tödlich verlaufende Erkrankung."

Es handelt sich um eine besonders häufig auftretende Krankheit, die durch Parvoviren verursacht wird. Da diese Erreger extrem widerstandsfähig sind und Monate bis Jahre in der Aussenweltüberleben können, wird die Parvovirose nicht nur durch Kontakt von Hund zu Hund, sondern häufig über den Menschen und leblose Gegenstände übertragen. Die Erkrankung kann rasant verlaufen und innerhalb von wenigen Stunden zum Tod durch Herzmuskelentzündung führen. Heute treten jedoch vornehmlich Magen-Darm- Entzündungen auf. Sie äussern sich in anfänglichem Fieber, begleitet von starkem Erbrechen und Durchfall, der wässrig, schleimig oder blutig sein kann. Die Tiere fressen nicht, sie magern schnell ab und verlieren viel Flüssigkeit, was schliesslich zum Tode führt.

Tollwut

"Die Impfung Ihres Hundes schützt auch Sie."

Die Tollwut ist für alle Säugetiere - ebenso für den Menschen - lebensgefährlich. Das Tollwut-Virus wird bei unseren Haustieren fast ausschliesslich durch den Biss infizierter Füchse übertragen. Es greift das zentrale Nervensystem an und ruft Aggressivität, Wesensveränderungen und Lähmungserscheinungen hervor. Fortschreitende Ruhelosigkeit, Gleichgewichtsstörungen gefolgt von Krämpfen und Lähmungen führen schliesslich zum Tode.

Der Mensch infiziert sich seltener an Füchsen als am Biss durch tollwutkranke Hunde und Katzen. Aufgrund der enormen Gefahr für den Menschen gehört die Tollwut zu den anzeigepflichtigen Seuchen und unterliegt als solche der staatlichen Kontrolle.

Behandlungsversuche sind bei tollwutkranken und tollwutverdächtigen Tieren verboten. Tollwutverdacht besteht auch dann, wenn ein Kontakt mit einem tollwutkranken oder tollwutverdächtigen Tier vermutet werden kann. In einem solchen Fall kann die Tötung angeordnet werden, es sei denn, Ihr Tier ist nachweislich gegen Tollwut schutzgeimpft.

Zwingerhusten

"Selten tödlich, doch meist folgenschwer."

Der Zwingerhusten ist eine Faktorenkrankheit, d.h., dassmehrere ungünstige Ursachen zum Ausbruch der Erkrankung beitragen:
Zum einen sind es verschiedene Erreger, insbesondere Bordetellen und das Parainfluenza-Virus.
Zum anderen sind es klimatische Bedingungen wie Feuchtigkeit und Durchzug. Ferner begünstigt die Haltung von mehreren Hunden auf engem Raum den Zwingerhusten. Die geschwächten oder gestressten Hunde stecken sich gegenseitig durch Kontakt an. Doch auch einzeln gehaltene Tiere sind gefährdet, zum Beispiel beim täglichen Spaziergang oder auf Ausstellungen. Die Erkrankung fängt meist mit klarem Nasen- bzw. Augenausfluß und quälendem, trockenem Husten an. Wird der Husten nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, verschlimmert sich der Zustand bis hin zu Lungenentzündungen. Der Zwingerhusten ist selten tödlich, doch kann sich die Erkrankung selbst unter tierärztlicher Behandlung mehrere Wochen hinziehen.


Grundimmunisierung und Wiederholungsimpfung - was ist das?

Die Auseinandersetzung des Organismus mit verschiedenen abgeschwächten oder abgetöteten Erregern anlässlich von Impfungen führt zur Bildung von Schutzstoffen (sog. Antikörpern). Diese werden mit der Muttermilch übertragen, so dass die Welpen nach ihrer Geburt normalerweise auf diese Weise geschützt sind. Allerdings hält dieser Schutz nur wenige Wochen an, und die Jungtiere müssen frühzeitig durch Impfungen zur Bildung eigener Schutzstoffe angeregt werden.

Die Grundimmunisierung ist der erstmalige Aufbau eines Impfschutzes. Wegen der eventuell noch vorhandenen mütterlichen Schutzstoffe ist diese meist erst nach 3maliger Injektion (ausser Tollwut) bei jungen Tieren abgeschlossen!

 

Die erste Tollwutimfpung kann man durchaus erst mit 12 Monaten geben lassen - frühestens nach dem Zahnwechsel mit 6 Monaten (ausnahmen sind Hunde die ins Land importiert werden - die müssen leider schon sehr früh geimpft werden)

Da die Schutzwirkung von Impfungen zeitlich begrenzt ist, müssen Wiederholungsimpfungen in regelmässigen Abständen vorgenommen werden. Nur so wird gewährleistet, dass Ihr Hund dauerhaft geschützt ist. Achten Sie deshalb stets auf die Termine für Wiederholungsimpfungen in Ihrem Impfpass.

Wann und wie sollte geimpft werden?

Jungtiere werden im allgemeinen zwischen der siebten und zehnten Lebenswoche erstmalig geimpft. 3 bis 4 Wochen später erhalten sie erneut eine Injektionsreihe, um die Grundimmunisierung abzuschliessen werden Welpen 3 mal mit jedem Impfstoff geimpft. Danach ist lediglich eine jährliche Wiederholung notwendig. Für die Wiederholungsimpfung stehen Kombinationsimpfstoffe zur Verfügung, die gleichzeitig gegen mehrere der beschriebenen Infektionskrankheiten schützen.

Was, zu welchem Zeitpunkt und wie oft geimpft werden soll, entscheidet Ihr Tierarzt unter Berücksichtigung der ihm bekannten Seuchenlage.

Wichtig ist, dass das Tier zum Zeitpunkt der Impfung gesund sein muss, da die Immunitätsausbildung sonst gefährdet ist.

Der Impfpass, wozu dient er?

Anlässlich der ersten Impfung oder beim Kauf eines Tieres erhalten Sie normalerweise einen Impfpass. Darin stehen nicht nur alle Daten zu bereits erfolgten Impfungen, sondern auch persönliche Daten zur Identität Ihres Hundes. Ferner lässt sich der nächste Impftermin aus diesem Dokument ablesen.

Der Impfpasswird beim grenzüberschreitenden Verkehr mit Hund und Katze zum Nachweis der verlangten Schutzimpfungen unbedingt benötigt.

Desweiteren dient er dem Nachweis einer gültigen Impfung gegen Tollwut, die im Verdachtsfall das geimpfte Tier gesetzlich weitaus besser stellt als ein ungeimpftes oder nicht nachweisbar geimpftes Tier.

Bewahren Sie Ihren Impfpass deshalb sorgfältig auf und legen Sie ihn bei jeder Wiederholungsimpfung Ihrem Tierarzt vor.

Mit Hund und Katze ins Ausland - Was ist zu beachten?

In verschiedenen Ländern gelten Vorschriften für die Einfuhr von Hunden und Katzen. Sie dienen dem Schutz vor Einschleppung von Krankheiten, insbesondere Tollwut.

Häufig genügt der Nachweis einer gültigen Impfung gegen Tollwut, für manche Länder sind jedoch zusätzliche Formalitäten zu beachten. Informieren Sie sich deshalb rechtzeitig vor Antritt Ihrer Reise. Ihr Tierarzt kann Ihnen sicher Auskunft über die Einfuhrbestimmungen der beliebtesten Reiseländer geben.

Zähne

Ein gesunder Hund, hat auch gesunde Zähne. Damit dies auch so bleibt, sollte man einiges berücksichtigen! Es gibt Hunde die leiden nicht unter Zahnbelag (von  Natur aus) und dann gibt es Hunde, bei denen man nicht drumherum kommt, die Zähne zu pflegen!

 

Im Normalfall reicht es, dem Hund  etwas zu kauen zu geben! Hierfür eignet sich am besten eine getrocknete Rinderkopfhaut (diese Rinderkopfhaut ist in 50cm lange und ca. 5 cm breite Streifen geschnitten) und schmeckt jeden Hund! Die besten regionalen luftgetrockneten Kausachen gibt es bei www.foggis.at

Alles andere ist viel zu weich und viel zu schnell verspeist! Der Hund soll lange darauf herumkauen! Schweineohren sind nicht nur fett, sondern nützen gar nichts gegen Zahnbelag! Die Leckerlies die angeblich die Zähne reinigen (diverse Herstellerfirmen werben damit), kann man getrost vergessen - denn der Effekt ist gleich NULL - außer, dass diese Schmackos extrem teuer sind!

Und manchmal bekommt man vom Tierarzt das Zähneputzen verordnet. Zum Zähneputzen bei Hunden und Katzen auf keinen Fall eine Zahnpasta verwenden! Bei Hunden kann man eine weiche normale Zahnbürste kaufen und  diese in die Gurgellösung Chlorhexamed eintauchen und damit die Zähne putzen! Das Chlorhexamed bekommt man in der Apotheke und diese Lösung verhindert eine Entzündung des Zahnfleisches (beim Putzen kann man dies leicht verletzen)

Auf alle Fälle sollte sich der Tierarzt mindestens einmal im Jahr (meist bei der Jahresimpfung) die Zähne gründlich ansehen!

Sollte einmal ein Zahn ausbrechen oder abbrechen - sofort zum Tierarzt! Nur dieser kann feststellen ob ein Nerv frei liegt und ob man eine Füllung machen kann oder den Zahn abschleifen bzw. reißen muss!

Hundenase

Die Nase des Hundes ist überlebenswichtig! Riecht der Hund nichts mehr - dann verhungert dieser, weil er aufhört zu fressen! Ein Hund kann blind, taub oder nur 3 Beine haben, verliert er den Geruchsinn ist er zum Sterben verurteilt!


Wenn die Nase ständig läuft (kann eine wässrige Flüssigkeit sein, bis zu einem  eitrigen gelben Ausfluss) dann sollten Sie den Hund erstmal warm halten und nicht beanspruchen! Der Tierarzt sollte so rasch wie möglich aufgesucht werden, denn meist handelt es sich um eine Verkühlung (Schnupfen, Fieber ...)

 

Nasentropfen oder andere Medikamente NUR vom Tierarzt verschreiben lassen. Doktern Sie bitte nicht selbständig und ohne Fachwissen an Ihrem Liebling herum!

Ständiges niesen, kann auf Fremdkörper wie zb Schliafhansl (Mäusegerste) hinweisen - dies muss unbeding so rasch wie möglich entfernt werden (vom TA meist unter Sedierung) - da zb Schliafhansl weiter wandern !!!


Im Zweifelsfalle IMMER DEN TIERARZT anrufen oder aufsuchen!

 

Gesunde Hunde glänzen

Das Fell eines jeden gesunden Hundes, darf weder kahle Stellen aufweisen, oder matt und stumpf sein. Oftmals ist eine Futterallergie bzw. Futtermilbenallergie schuld an Schuppen oder stumpfen krankem Fell. Fell- und Hautprobleme sind eine ernst zunehmende Krankheit und muss auf alle Fälle mit dem Tierarzt abgeklärt werden! Pilz- und Milbenbefall ist ebenfalls eine unangenehme Geschichte und ist mit Medikamenten in den Griff zubekommen.

Um ein schönes glänzendes Fell zu pflegen, ist beim Labrador nicht viel zu tun. Gelegentliches Bürsten und diverse Ölprodukte ins Futter beimengen reicht im Normalfall! Hat der Hund jedoch trotzdem ein schlechtes Fell - unbedingt mit Ihrem Vertrauenstierarzt abklären oder auch das Futter genauestens unter die Lupe nehme, denn oftmals ist dies viel zu getreidelastig und viele Hunde quitieren dies mit Hautproblemen 

Regelmäßiges baden des Hundes ist eher schädlich als nützlich! Das Shampoo, auch wenn es für Hunde gedacht ist, zerstört den natürlichen Fetthaushalt, der natürliche Schutz wird weggewaschen! Im Winter nicht ganz ungefährlich, denn die fettigen Haare lassen Wasser (Regen, Schnee) einfach abperlen und es gelangt nichts auf die Haut! Würde dies passieren, würde der Hund frieren!

Auch sollte man einen nassen Hund (nach einem Spaziergang im Regen oder nach dem Schwimmen) niemals abrubbeln, sondern mit einem Handtuch in die Haarrichtung abtrocknen. Das Rubbeln und Frottieren verursacht wieder den gleichen Effekt wie das Shampoo - Wasser kommt auf die Haut und der Hund kann sich verkühlen!

 

Gesunde Augen - sehen besser

Oft kommt es zu Augenentzündungen und Verletzungen des Auges (Fremdkörper) - hier sollte auf alle Fälle gleich der Tierarzt konsultiert werden! Bei Entzündungen auf keinen Fall Tee's (Kamille ...) zum auswaschen verwenden, denn im Tee sind kleine Teepartikel die das Auge noch mehr reizen.Man verwendet im Normalfall, zum Spülen der Augen eine Kochsalzlösung (aus der Apotheke).

Ständiges Tränen, eitrige "Sandmännchen" und verklebte Augen sollten sofort vom Tierarzt behandelt werden! Sind die Augenunterlieder rot, das Augenweiß hat sich verändert oder blinzelt der Hund ständig - sofort zum Tierarzt!

Verwenden Sie die Augensalbe oder Tropfen, wenn sie erst einmal angebrochen sind - nur 4 Wochen (auch das Ablaufdatum beachten).

Entzündungen entstehen oft durch Zugluft (z.B während der Autofahrt den Kopf aus dem Fenster strecken), beim Schwimmen, durch Gräser oder Pollen. Fremdkörper können in der Netzhaut stecken (Dornen, spitze kleine Steinchen ...) Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt die Eingabe der Tropfen bzw. Salbe genau zeigen und auch wie man Augen mit einer Kochsalzlösung ausspült!

 

Gefährliche Parasiten

Immer wieder kommt es einmal zum Parasitenbefall. Dies bedeutet aber keinen Grund panisch zu reagieren, es ist normal, dass ungeschütze Hunde Zecken haben, hin und wieder einen Floh oder einmal Würmer! Übergehen und ignorieren darf man Parasiten trotzdem nicht, da viele Krankheiten übertragen werden können und diese dann auch für den Menschen gefährlich sind! 

ZECKEN

Die Zeckenzeit beginnt im im Frühling (ab Temperaturen von plus 5 Grad) und endet im Spätherbst / Winter bzw. wenn die Temperaturen unter 5 Grad liegen. Zecken sind mit ihren acht Beinen Verwandte der Spinnen, sie können in Extremsituationen jahrelang ohne Nahrungsaufnahme überleben. Zeckenweibchen halten sich vorwiegend im halbhohen Gebüsch auf und lassen sich auf eine Wärmequelle fallen, die sehr präzise geortet wird. Andere Arten krabbeln auch vom Boden aus am Warmblüter hoch. Zumeist trägt die Zecke an ihrer Unterseite ein viel kleineres Zeckenmännchen. Auf dem Warmblüter angekommen, bewegt sich die Zecke im Fell fort (man findet sie oft am Hals und im Bereich der Ohren), dann bohrt sich das Weibchen in die Haut des Wirtes und saugt dort Blut. Dabei bläht sich der Parasit auf wie ein Luftballon und die im blutleeren Zustand wenige Millimeter lange Zecke wächst bis zu eine Länge von einem Zentimeter und gut sechs bis acht Millimeter Durchmesser an. Die vollgesaugte Zecke lässt sich fallen um auf natürlichem Boden die Eiablage zu beginnen.

Zecken müssen abgesammelt werden sobald sie diese entdecken (Krankheitsüberträger z.B. Wurmfinnen). Dazu reicht eine Drehbewegung, während die Zecke zwischen den Fingernägeln, mit einer Pinzette oder in einer Zeckenzange festgehalten wird. Reißt man die Zecke ab, bleibt ihr Rüssel in der Haut zurück und es kann zu Entzündungen kommen. Lässt man die Zecken am Hund, können Ekzeme und schwerwiegendere Probleme die Folge sein. Verwenden Sie kein Öl für die Entfernung der Zecke!

Gefahr der Übertragung von Krankheitserregern

Vor allem in den Mittelmeerländern werden von infizierten Zecken parasitäre Krankheitserreger durch den Biss übertragen, die in Deutschland nicht oder bisher noch selten vorkommen. Da Tiere und insbesondere Hunde ihre Besitzer in den Urlaub in steigender Zahl begleiten oder aus Gründen fürsorglicher Tierliebe nach Deutschland verbracht werden, ist es von grosser Bedeutung über diese Krankheiten informiert zu sein.

Die wichtigsten durch Zecken übertragenen Krankheiten in den Mittelmeerländern sind:

Babesiose, Ehrlichiose, Borreliose und Hepatozoon canis.

  • Babesiose wird durch Blutparasiten, die sogenannten Babesien verursacht, die durch den Biss der Zecke aus deren Darm in das Blut des Wirtes gelangen. Sie vermehren sich in den roten Blutkörperchen und bringen diese zum Platzen. Durch den akuten Zerfall kommt es zu hohem Fieber über 40 C und Anämie(Blutarmut). Dem Hundebesitzer fallen oft blasse oder gelbe Schleimhäute und dunkler rötlicher bis brauner Urin auf. Ohne Therapie endet diese Krankheit v.a. bei Junghunden und Hunden unter Stress oder mit gleichzeitigem Befall mit anderen Blutparasiten wie z.B. Ehrlichien oder Leishmanien oft tödlich.
  • Ehrlichiose
    Ehrlichien sind Erreger, die sich in den weissen Blutzellen, sowie der Leber, Milz und Lymphknoten vermehren. In der akuten Phase schwellen die Lymphknoten an, die Tiere sind matt und leistungsschwach, magern ab und haben Fieberschübe bis 41 C. Eventuell können neurologische Veränderungen, wie Muskelzuckungen und Krampfanfälle auftreten. . Es besteht eine erhöhte Blutungsneigung (Nasenbluten, punktförmige Blutungen unter die Haut) in der chronischen Phase.
    Ehrlichiose
  • Borreliose oder Lyme Disease

    Sie ist inzwischen die in Deutschland/Österreich am häufigsten durch den Holzbock verursachte Infektionskrankheit, die auch auf den Menschen übertragen werden kann.

    Die Inkubationszeit, d.h. die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit kann Wochen bis Monate betragen und oft denkt der Besitzer gar nicht mehr an einen vorausgegangenen Zeckenbiss. Oft verläuft die Krankheit symptomlos. Daneben äussert sich die Krankheit in Fieber, Abmagerung, intermittierender Lahmheit, die an verschiedenen Gliedmassen abwechselnd auftreten kann und schmerzhaften Schwellungen eines oder mehrerer Gelenke, der Muskeln oder der Wirbelsäule.
  • Hepatozoonose

    Dies ist eine sehr seltene Infektionskrankheit, die aber durch den Verzehr der Braunen Hundezecke übertragen werden kann.

    Sie kommt vor allem in Afrika, Asien, Mittlerer Osten vor, es hat aber auch schon Fälle in den Mittelmeerländern gegeben. Symptome treten nur sporadisch auf.


Alle Krankheiten können nur durch Blutuntersuchungen festgestellt werden. Da allen eine relativ lange Inkubationszeit gemein ist (Wochen bis Monate) empfehlen wir hier in Spanien eine grundsätzliche Blutkontrolle nach der Zecken- und Mückensaison- also im Spätherbst (November) jeden Jahres oder ein paar Wochen nach jeder Urlaubsreise.

Aber nicht verzagen, falls Ihr Hund sich bereits infiziert hat, denn alle diese Krankheiten sind therapierbar und bei einer rechtzeitigen Erkennung und Feststellung der Krankheit und einem frühzeitigen Beginn mit einer Therapie kann eine völlige Heilung erfolgen!

Doch in jedem Falle ist eine sinnvolle Prophylaxe am besten.

FLÖHE

Flöhe beissen sich am Hund zwar nicht fest, versuchen aber, durch davonrennen und hüpfen zu entkommen. Ein Floh hält sich nicht ständig an seinem Wirt (Hund) auf, vielmehr legt er Nester in dessen Lager an und vermehrt sich rasant. Hat Ihr Hund erst mehrere Flöhe, müssen Sie sich beim Tierarzt oder im Fachhandel hundeverträgliche Mittel zu deren Vergiftung besorgen (z.B. Puder). Es reicht dabei nicht aus nur den Hund zu "entgiften", vielmehr müssen Lagerstellen/Zwinger ebenfalls gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Von den sogenannten Flohhalsbändern kann nur abgeraten werden, da der Hund über Tage das darin enthaltene Gift einatmen wird, welches auf Dauer zu Gesundheitsproblemen führt.

WÜRMER

Gefährliche Parasiten sind Würmer, die, je nach Art, auch Menschen gefährlich werden. Deshalb entwurmen viele Hundebesitzer ihre Tiere ein- bis zweimal pro Jahr, unabhängig davon, ob ein Verdacht auf Würmer bei ihnen vorliegt oder nicht. Man muss nicht immer gleich entwurmen. Eine Stuhlprobe beim Tierarzt abgeben und dieser schickt die Probe auf die UNI ein. Nach 2-3 Tagen kommt der Befund, ist dieser positiv, kann man gezielt entwurmen! Die Kosten für diese Untersuchung sind sehr gering und der Hund bekommt keine unnötigen Medikamente.

Wurmeier oder -finnen(=Wurmlarven) können mit dem Strassendreck, Hundekot oder durch Überträgertiere in den Hund gelangen. Mäuse, Kaninchen und Zecken können beispielsweise Überträger sein.

 

Schliafhansel - Mäusegerste

Dieses wilde Getreide wächst überall und ist als Gefahr nicht zu erkennen. Bohrt es sich jedoch mal in die Haut, ist oftmals nur eine Operation hilfreich, denn von selbst kommen die sogenannten Schliafhansl nur selten wieder aus dem Körper! 

Dieses Getreide hat extrem feine Widerhaken, die das Herauseitern absolut unmöglich machen. Oftmals treten sich die Hunde diese Grannen in den Pfoten ein, oder sie werden eingeatmet bzw. durch das Wälzen im Gras gelangen diese ins Ohr!

Bemerkt man, dass sich ein Hund ständig und für den Besitzer unbegründet schüttelt, bzw. ununterbrochen niest oder anfängt zu lahmen - sofort zum Tierarzt! Wird der Schliafhansl nicht sofort entfernt, kann dies zum Tod des Hundes führen - weil es von selbst nicht mehr raus kommt!

Die Schliafhanslzeit ist von Mitte Juni bis Anfang September! Kontrollieren Sie nach jedem Spaziergang die Pfoten, das Fell und die Ohren Ihres Hundes und entfernen Sie Grannen!

Das Ruhebedürfnis der Hunde

Hunde sind wie Katzen. Sie brauchen genau soviel Schlaf. Sie sind sich genetisch sehr ähnlich. Nur ziehen sich Katzen - selbstständig wie sie sind - zurück, wenn sie Ruhe brauchen. Hunde tun das oft nicht. Auch besonders unabhängige Rassen wie Shiba Inu, Laika oder Kangal nehmen sich nicht den Schlaf, den sie bräuchten. Außer, sie haben gelernt, darauf zu bestehen. Oder sie leben nicht mit Menschen zusammen. Verwilderte Haushunde in Italien und Spanien beispielsweise leben mit einem gesunden Ruhe-Rhythmus.


Das Erkennen des Ruhebedürfnisses ist noch angeboren. Das Beharren darauf allerdings nicht mehr. Haushunde wurden dazu gezüchtet, stets einsatzbereit und willig zu sein. Sehr deutlich ist dies bei den logischerweise am meisten benutzten Rassen: Golden Retriever, Jack Russell Terrier, Deutscher Schäferhund, Border Collie, etc. Diese Hunde sagen selten: "Ich will nicht mitmachen." Mit der Förderung dieser "Ich bin dabei"-Eigenschaft hat sich der Mensch einen Gefallen getan - und auch wieder nicht. Dem Hund übrigens auch nicht.


Schlaf und Ruhe sind lebenswichtig. Im Schlaf werden die Geschehnisse der Tage verarbeitet. Darum haben Hunde - wie auch Menschen - nach einem außergewöhnlich anstrengenden Tag einen tiefen oder unruhigen Schlaf, je nachdem ob der Tag körperlich oder geistig anstrengend war. Das Ruhebedürfnis von Menschen und dessen Unterschreitung wurde erst an Mäusen, dann an Hunden und schließlich an Menschen untersucht. Alle zeigten die gleiche Entwicklung (was ironisch ist, denn Humanforscher ziehen gerne den Hund heran, um Ergebnisse für den Menschen zu erhalten. Vielen Kynologen wiederum ist der Mensch-Hund-Vergleich verhasst. Sie fürchten die Vermenschlichung des Hundes. Die Ableitung Hund-Mensch ist also in Ordnung, die Ableitung Mensch-Hund aber nicht?). Im ersten Stadium des Schlafentzugs wurden die Hunde überdreht. Im Zweiten unkonzentriert, grobmotorisch und fahrig. Im Dritten nervös und schnell reizbar. Im Vierten aggressiv und kränklich. Im fünften Stadium erkrankten sie schwer und / oder chronisch.


Im Lauf der Trainingsjahre hat sich dabei folgendes gezeigt. Retriever-Rassen verharren nicht allzu lange oder deutlich im Stadium der Aggression. Sie werden schneller chronisch krank, leiden zum Beispiel an Hautkrankheiten, da Schlafmangel das Immunsystem schwächt. Terrier-Rassen hingegen sind länger und auffälliger aggressiv, und fallen erst nach vergleichsweise langer Zeit in das Stadium der schweren Krankheit. Aggression ist kein schlechtes Benehmen. Sie ist eine Warnung, ein deutliches Zeichen, dass der Hund überfordert ist. Es gilt, spätestens in diesem Stadium einzugreifen, bevor irreparable körperliche Schäden eintreten.


Viele Krankheiten können mit Überforderung in Zusammenhang gebracht werden, da Stress den Körper in seiner Gesamtheit schwächt. Krebs, Allergien, Organversagen und neurale Störungen werden auch beim Menschen durch Überforderung (mit-)verursacht.


Wie viel Schlaf und Ruhe braucht also ein Hund? Erwachsene Hunde: 17 bis 20 Stunden. Welpen, Senioren und Kranke: 20 bis 22 Stunden. Eben wie Katzen. Dazu zählt auch das gemeinsame Rumhängen vor dem Fernseher.


Manchmal sagen Kunden darauf, dass ihr Hund aber nicht von selbst so viel schliefe. Nun, es muss ihm natürlich beigebracht werden, da Hunden, wie schon vorher erwähnt, das Einhalten des natürlichen Ruhebedürfnisses abgezüchtet wurde. Ein Ritual der Ruhe sollte etabliert werden. Manche Hunde sind so daran gewöhnt, immer in Aktion zu sein, dass sein Mensch sich anfangs mit ihm hinlegen muss.


Ein Nickerchen ist angebracht. Kein schlechtes Gewissen, wenn sich der Hund an seinen Menschen drückt, und die Ohren über die Augen klappt. Schlafende Hunde soll man nicht wecken.


Quelle:Sonja Hoegen, hundeschule dogcom


Zu lange Krallen - ein unterschätztes Problem

Wer kennt das nicht - das typische klack-klack-klack, wenn sich unsere Hunde auf Fliesen oder Holzboden bewegen. Und kaum jemand denkt sich etwas dabei. Tatsächlich ist das aber ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Krallen zu lang sind. Im normalen Gang oder Trab sollten die Krallen den Boden nicht einmal berühren, die normalen Ballen reichen aus - sie werden nur benötigt, wenn der Hund zB auf Sand oder im Gras rennt und zusätzlichen Halt braucht.

 

Zu lange Krallen sind allerdings weitaus weniger harmlos, als zu lange Fingernägel bei Menschen, denn sie können die komplette Haltung des Hundes verändern und zu Verspannungen und später auch zu Arthrosen führen. Berühren die Krallen ständig den Boden und werden bei jedem Abrollen ins Krallenbett gedrückt, so ist dies unangenehm für den Hund und er wird sein Schwerpunkt weiter zurück verlagern.

 

Mit umfassenden Konsequenzen: Die Muskulatur verkrampft, die Wahrnehmung, wo wirklich der Boden ist, verlagert sich und das Gangbild verändert sich. Vor allem bei alten Hunden, die weniger wild rennen und toben und sich damit die Krallen weniger natürlich abwetzen, sieht man häufig zu lange Krallen - dabei wäre es gerade für die Oldies ganz wichtig, dass sie korrekt und bequem stehen können.

 

Ist die Kralle einmal zu lang geworden, sollte man in 3-4 Kürzungen den Nagel wieder auf die richtige Länge bringen, ca im Zeitraum von 6 Wochen. Wie im Schaubild gezeigt, muss die Kralle dann von oben und von unten jeweils in einem Winkel gekürzt werden, ohne jedoch in das sogenannte Leben, den durchbluteten Teil der Kralle, zu schneiden.

 

Das Problem ist, dass das Leben mit dem Nagel mitwächst - deswegen kann ein zu langer Nagel nicht einfach abgeknipst werden, sondern muss Stück für Stück immer bis ran an den durchbluteten Teil abgeknipst werden. Indem das Leben dann nicht mehr rundherum vom verhorntem Krallenmaterial geschützt ist, zieht es sich nach und nach zurück ohne dem Hund Schmerzen zu bereiten. Lassen Sie 2 Wochen vergehen und trimmen Sie die Kralle erneut nach dem selben Prinzip: Schräg von oben und von unten kürzen. Es reicht in der 2.-4. Sitzung nur einen kleinen Teil abzuschneiden, damit sich das Leben nach und nach zurückziehen kann und sich die Zehen an die neue Position gewöhnen.


Selbst Tierärzte oder Hundesalons kürzen nur von schräg unten - effizienter ist jedoch die beschriebene Methode, damit der Hund möglichst schnell wieder eine normale Ballen- und Zehenposition hat.


Bei Hunden, die zB in Agility laufen, kann das schneller zu drastischen Problemen führen, weil sie hoch im Trieb laufen: Sind die Krallen zu lang und der Hund rennt zB auf die A-Wand, werden Zehen und Hand- und Sprunggelenke deutlich mehr belastet und diese Hunde haben häufiger akute Verletzungen und früher Arthrosen.


Kaum ein Hund wird das Krallen schneiden als Wellness-Prozedur empfinden - gewöhnen Sie ihn trotzdem daran und schieben Sie das Krallen schneiden nicht hinaus, Sie tun ihm keinen Gefallen damit! Eine scharfe Krallenschere genügt, schneiden Sie scheibchenweise ab, bis Sie in der Mitte einen kleinen Punkt sehen - hier beginnt der durchblutete Teil. Trimmen Sie dann rundherum das Krallenhorn kurz, dann haben Sie die zu dem Zeitpunkt minimale Länge erreicht. Im Schnitt alle 14 Tage sollten Sie die Krallen kürzen - je nach Veranlagung und Bewegung kann das um einige Tage variieren. Manche bevorzugen zum Krallen kürzen eine Schleifmaschine wie einen Dremel - auch das geht, bei Langhaarhunden rate ich jedoch dringend davon ab, weil sich auch schnell Fell hier verfangen kann und dann schmerzhaft ausgerissen wird.

Quelle: www.die-hundeakademie.de/

 

Die Wasserrute

Ein fast lustig wirkender Name –eine jedoch sehr schmerzhafte Erkrankung: die Wasserrute. Besondersim Sommer treffen wirTierärzte in Einzelfällen auf dieserecht unbekannte und unerforschteKrankheit. Zum Glückverläuft die Heilung meist raschund mit gutem Ausgang.

 

Die Vielfältigkeit der Bezeichnungen für dieErkrankung lässt erahnen: Bis heute sind wederdas Krankheitsgeschehen noch die Therapiemöglichkeiten abschliessend geklärt. Die Begriffe reichen von Wasserrute über Hammelschwanz, cold tail syndrome (kalteRute), limber tail syndrome (schlaffe Rute),cold water tail (Kaltes-Wasser-Rute) bis zudead tail (tote Rute). Das Einzige, worüberman ganz einig ist: Der betroffene Hund leidetüber mehrere Tage an starken Schmerzen.

 

Wie sehen die Symptome aus?

Die auftretenden Symptome sind wie die Namensgebungunterschiedlich. Der Rutenansatzschmerzt und die Schwanzbasis wirdgerade vom Körper weggestreckt, der Restdes Schwanzes dagegen hängt schlaff hinunter.Bei manchen Hunden ist das Fell umden Schwanzansatz gesträubt. Viele betroffeneHunde sind versunsichert und trauen sichnicht richtig, Urin und Kot abzusetzen. Jenach Schweregrad des Schmerzes sind sieauch vorübergehend sozial unverträglich undzum Teil sogar aktiv aggressiv. Der Hund istunfähig, sich normal hinzusetzen. Meistnimmt er den so genannten Welpensitz ein,das heisst, er kippt zum Hinsitzen seitlich dasBecken, um dem Schmerz auszuweichen.

 

Die Ursachen sind nichtvollständig erforscht

Betroffen sind meist Hunde, mit denen intensivgearbeitet wird. Gehäuft tritt die Krankheit deshalb bei folgenden Rassen auf: Pointer,Setter, Beagle, alle verschiedenen Retrieverund Foxhounds. Theoretisch kann aber jedeHunderasse betroffen sein. Im Durchschnittsind die Hunde zwischen einem halben undneun Jahren alt, am häufigsten betroffen sindaber Hunde im Alter von zwei Jahren. Rüdentrifft es häufiger als Hündinnen.Das Auftreten der Wasserruten-Symptomatiksteht in den allermeisten Fällen im Zusammenhang mit harten Belastungen, anstrengenden Jagden oder vorangegangenem Schwimmen in sehr kaltem oder aber auchsehr warmem Wasser. Auch der allgemeineTrainingszustand des Hundes scheint eine bedeutendeRolle zu spielen: Je untrainierter dieHunde sind, desto häufiger sind sie betroffen.In einzelnen Fällen wurde sogar als Ursachelanges Verweilen in einer Transportbox angegebensowie auch ganz einfach ein nassesFell bei nasskaltem Wetter. Zur Zeit wird vonverschiedenen Seiten diskutiert, ob der Ansatzpunkt der Rute (zu hoch angesetzte Rute) und die Aktivität der Rute (Wedelintensitätund -ausprägung) nicht doch einen grossen Anteil zum Problem beitragen.

 

Was geschieht im Rutenansatz genau?

 Es gibt folgende Theorien, was sich aus medizinischer Sicht in der betroffenen Körperregionabspielt:

  • es handelt sich um eine Stauchung derSchwanzwirbelgelenke
  • durch die Belastung entsteht eine Entzündungzwischen den Wirbeln, einer Überbeanspruchungähnlich
  • die Muskulatur an der Rute wird vorübergehend zu schlecht durchblutet
  • es besteht ein Muskelschaden an den Muskeln,welche für die Rute zuständig sind

Die letzten beiden Erklärungen scheinen zur Zeit am wahrscheinlichsten. Vermutlich beinhaltetdas Krankheitsgeschehen beide Punkte. Erste Studien [J. C. Wright, K. Braund, J.Steiss und Team W. Eward, Dr. Gillette(2003)] deuten in diese Richtung. Bei den betroffenen Hunden ist ein Muskelenzym (dieCreatinkinase) im Blut messbar erhöht, wasauf einen Muskelschaden hindeutet. Sobald die Symptome verschwinden – in der Regelnach etwa zwei Wochen –, sind auch diese Enzyme wieder im Normbereich. 

Ebenso wurden unter dem Mikroskop im Gewebe bestimmter Schwanzmuskeln Muskelfaserveränderungen entdeckt. Sogar veränderte Muskelstrom-Messungen konnten nachgewiesenwerden [Dr. Janet Steiss, 1987].Und als letzte bisher nachgewiesene Veränderungkonnte man in der Thermographie (Wärmeaufnahmen) eine deutlich reduzierteTemperatur von 2–3° Celsius im betroffenenBereich messen.Dermassen schmerzhaft ist das Geschehen bestimmt auch, weil das Gewebe in der betroffenen Region schlecht dehnbar ist unddurch die Schwellung ein enorm gesteigerterDruck auf das Bindegewebe und die Gefässewirkt und somit die Durchblutung negativ beeinflusst.

 

Behandlungsmöglichkeiten

Leider ist die Wasserrute eine noch recht unbekannte Erkrankung und wird als solche meist nicht erkannt, was jedoch gar nicht sodramatisch ist, denn sie verschwindet wiederganz von selbst. Manchmal werden aber auch Fehldiagnosen gestellt, wie zum Beispiel Schwanzwirbelbrüche oder -einrisse, Analdrüsenverstopfung und Prostataleiden. Leider treten bei einem Drittel der Hunde die Symptome, sobald das Training wieder auf genommen wird, innerhalb weniger Tagewieder auf. Deshalb wäre es natürlich ideal, wenn man feststellen kann, wo das Problemherrührt, um dem Hund einen Rückfall zu ersparen .Zur Behandlung und Therapie bieten sich folgendeMöglichkeiten an:

  • Entzündungshemmer verabreichen, welche die Entzündung und damit den Schmerzbekämpfen (NSAID = nicht cortison-haltigeEntzündungshemmer)
  • warme Packungen an der Schwanzbasis
  • Ruhe / Schonung
  • physikalische Medizin (z. B. Laser), welcheden Muskeln bei der Regeneration hilft
  • Physiotherapie
  • als Alternative Komplementärmedizin(z. B. Bellis perennis C 30, 1 x 3 Globuli)

 

Vorbeugende Massnahmen

In beinahe allen Fällen erholt sich die Rute komplett. In ein paar wenigen Fällen (bis zu16 % [Dr. Eward, 2003]) bleibt eine abnorme Schwanzhaltung bestehen, was das Endeder Laufbahn als Ausstellungshund bedeutenkann. Was bleibt nun, um der Entstehung einer Wasserrute entgegenzuwirken?

  • Seien Sie sich sicher, dass Ihr Hund vor der Jagd- und Field-Trialsaison sorgfältig und genügend trainiert wird. Bringen Sie ihn schrittweise in Form, ohne ihn zu überbeanspruchen oder zu stressen. Auch das Schwimmen muss trainiert werden.
  • Denken Sie für Ihren Hund mit. Kennt er seine eigenen Grenzen nicht oder überschreiteter diese gerne, so ist es Ihre Aufgabe, ihm genug Erholungspausen zu bieten.
  • Sperren Sie Ihren Hund nicht in eine zu kleine Hundebox. Er muss die Möglichkeit haben, sich gut darin zu bewegen. Sind Sieauf Reisen, so bieten Sie Ihrem Hund etwaalle zwei Stunden freie Bewegung ausserhalb seiner Transportbox, damit er seine Beine vertreten kann.
  • Bei jedem Wetter, aber insbesondere beikalter, feuchter Witterung: Trocknen Sie Ihren Hund gründlich und ausreichend; bieten Sie ihm einen warmen Platz an, mindestens solange sein Fell noch etwas feucht ist. Quelle: www.hundemagazin.ch

Erste Hilfe

Um rasch und richtig erste Hilfe zu leisten, sind einige Dinge im Vorfeld und in Ruhe zu beachten und sollten auch immer griffbereit zugänglich sein! Eine Hundeapotheke sollte in keinem Haushalt fehlen. Diese soll so gestaltet sein, dass man sie auch bei Wanderungen und im Urlaub mitnhemen kann.


Medikamente NUR vom Tierarzt verschreiben lassen. Doktern Sie bitte nicht selbständig und ohne Fachwissen an Ihrem Liebling herum!

Im Zweifelsfalle IMMER DEN TIERARZT anrufen oder aufsuchen!


Diese Apotheke soll beinhalten:
  • Verbandszeug
  • Wunddesinfektionsmittel (Betaisadona)
  • Schere
  • Pinzette
  • Bachblüten Notfallstropfen
  • Sicherheitsnadel
  • Zeckenzange
  • Zellstoff
  • Leukoplast
  • Bepanten plus Salbe
  • Kohlekapseln (gegen Durchfall und Vergiftungen
  • Überziehschuh für Verletzungen am Fuß
  • div. Telefonnummern von Tierärzten bwz. Tierklinik

Wenn sie den Hund während ihres Urlaubes in Pflege geben sollten sie der Aufsichtsperson folgendes mitgeben:

Leine, Halsband, Maulkorb, Futter und Wasserschüssel, Hundeschlafplatz, ein paar Spielsachen, Medikamente die der Hund bekommt, Versicherungsnummer, Telefonnummer unter der sie erreichbar sind, Telefonnummer ihres Vertrauenstierarzt und die Tierärztetelefonliste, Impfpass und die Hundeapotheke!

Vorsorge Röntgen

Dies ist ein wichtiges Thema in der Hundezucht, denn nur wenn der Nachwuchs auf HD, Schulter und Ellenbogenerkrankung untersucht wird, kann man gute Verpaarungen erkennen und auch gesunde Retriever züchten!

 

Es sollten auch die Hunde geröngt werden, die man nicht zur Zucht zulassen möchte! Mal ehrlich, sie wollten, als sie auf der Suche nach einem Retriever waren und vielleicht noch sind, einen gesunden Welpen mit gesunden Ahnen! Dies wäre aber nicht möglich fest zu halten, wenn es keine Befunde gäbe und wer sagt ihnen, dass dies ihr letzter Retriever war!

Helfen sie ihrem Züchter, in der Wahl der Zuchtrüden und lassen sie ihren Retriever röntgen und auch überbefunden. Nur so können wir gemeinsam, den Erhalt unserer Rasse garantieren!

Wenn sie bedenken wegen der Narkose haben, kann ich ihnen versichern, dass die heutigen Mittel sehr gut sind und es kaum ein Narkoserisiko gibt!


Unsere Zuchtstätte "Passion Hunter", ist beim Veterinäramt gemeldet und ohne Beanstandung kontrolliert worden! Unser Zwingername ist bei der FCI registriert und alle unsere Welpen bekommen ÖRC Papiere.


Kontakt und Rechtliches

Copyright © Claudia Peska
2452 Mannersdorf

Tel +43 (0)69910864740     e-mail



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Tierärzte:

* Dr. Bernhard Reinelt - Leithaprodersdorf
Viechdoktorei

* Dr. Susanne Barth in Wien 23
Tierarztpraxis-in-Rodaun