Gefährliche Parasiten

Immer wieder kommt es einmal zum Parasitenbefall. Dies bedeutet aber keinen Grund panisch zu reagieren, es ist normal, dass ungeschütze Hunde Zecken haben, hin und wieder einen Floh oder einmal Würmer! Übergehen und ignorieren darf man Parasiten trotzdem nicht, da viele Krankheiten übertragen werden können und diese dann auch für den Menschen gefährlich sind! 

Zecken

Die Zeckenzeit beginnt im im Frühling (ab Temperaturen von plus 5 Grad) und endet im Spätherbst / Winter bzw. wenn die Temperaturen unter 5 Grad liegen. Zecken sind mit ihren acht Beinen Verwandte der Spinnen, sie können in Extremsituationen jahrelang ohne Nahrungsaufnahme überleben. Zeckenweibchen halten sich vorwiegend im halbhohen Gebüsch auf und lassen sich auf eine Wärmequelle fallen, die sehr präzise geortet wird. Andere Arten krabbeln auch vom Boden aus am Warmblüter hoch. Zumeist trägt die Zecke an ihrer Unterseite ein viel kleineres Zeckenmännchen. Auf dem Warmblüter angekommen, bewegt sich die Zecke im Fell fort (man findet sie oft am Hals und im Bereich der Ohren), dann bohrt sich das Weibchen in die Haut des Wirtes und saugt dort Blut. Dabei bläht sich der Parasit auf wie ein Luftballon und die im blutleeren Zustand wenige Millimeter lange Zecke wächst bis zu eine Länge von einem Zentimeter und gut sechs bis acht Millimeter Durchmesser an. Die vollgesaugte Zecke lässt sich fallen um auf natürlichem Boden die Eiablage zu beginnen.

Zecken müssen abgesammelt werden sobald sie diese entdecken (Krankheitsüberträger z.B. Wurmfinnen). Dazu reicht eine Drehbewegung, während die Zecke zwischen den Fingernägeln, mit einer Pinzette oder in einer Zeckenzange festgehalten wird. Reißt man die Zecke ab, bleibt ihr Rüssel in der Haut zurück und es kann zu Entzündungen kommen. Lässt man die Zecken am Hund, können Ekzeme und schwerwiegendere Probleme die Folge sein. Verwenden Sie kein Öl für die Entfernung der Zecke!

Gefahr der Übertragung von Krankheitserregern

Vor allem in den Mittelmeerländern werden von infizierten Zecken parasitäre Krankheitserreger durch den Biss übertragen, die in Deutschland nicht oder bisher noch selten vorkommen. Da Tiere und insbesondere Hunde ihre Besitzer in den Urlaub in steigender Zahl begleiten oder aus Gründen fürsorglicher Tierliebe nach Deutschland verbracht werden, ist es von grosser Bedeutung über diese Krankheiten informiert zu sein.

Die wichtigsten durch Zecken übertragenen Krankheiten in den Mittelmeerländern sind:

Babesiose, Ehrlichiose, Borreliose und Hepatozoon canis.

  • Babesiose wird durch Blutparasiten, die sogenannten Babesien verursacht, die durch den Biss der Zecke aus deren Darm in das Blut des Wirtes gelangen. Sie vermehren sich in den roten Blutkörperchen und bringen diese zum Platzen. Durch den akuten Zerfall kommt es zu hohem Fieber über 40 C und Anämie(Blutarmut). Dem Hundebesitzer fallen oft blasse oder gelbe Schleimhäute und dunkler rötlicher bis brauner Urin auf. Ohne Therapie endet diese Krankheit v.a. bei Junghunden und Hunden unter Stress oder mit gleichzeitigem Befall mit anderen Blutparasiten wie z.B. Ehrlichien oder Leishmanien oft tödlich.

 

  • Ehrlichiose
    Ehrlichien sind Erreger, die sich in den weissen Blutzellen, sowie der Leber, Milz und Lymphknoten vermehren. In der akuten Phase schwellen die Lymphknoten an, die Tiere sind matt und leistungsschwach, magern ab und haben Fieberschübe bis 41 C. Eventuell können neurologische Veränderungen, wie Muskelzuckungen und Krampfanfälle auftreten. . Es besteht eine erhöhte Blutungsneigung (Nasenbluten, punktförmige Blutungen unter die Haut) in der chronischen Phase.
    Ehrlichiose

 

  • Borreliose oder Lyme Disease

    Sie ist inzwischen die in Deutschland/Österreich am häufigsten durch den Holzbock verursachte Infektionskrankheit, die auch auf den Menschen übertragen werden kann.

    Die Inkubationszeit, d.h. die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit kann Wochen bis Monate betragen und oft denkt der Besitzer gar nicht mehr an einen vorausgegangenen Zeckenbiss. Oft verläuft die Krankheit symptomlos. Daneben äussert sich die Krankheit in Fieber, Abmagerung, intermittierender Lahmheit, die an verschiedenen Gliedmassen abwechselnd auftreten kann und schmerzhaften Schwellungen eines oder mehrerer Gelenke, der Muskeln oder der Wirbelsäule.

 

  • Hepatozoonose

    Dies ist eine sehr seltene Infektionskrankheit, die aber durch den Verzehr der Braunen Hundezecke übertragen werden kann.

    Sie kommt vor allem in Afrika, Asien, Mittlerer Osten vor, es hat aber auch schon Fälle in den Mittelmeerländern gegeben. Symptome treten nur sporadisch auf.


Alle Krankheiten können nur durch Blutuntersuchungen festgestellt werden. Da allen eine relativ lange Inkubationszeit gemein ist (Wochen bis Monate) empfehlen wir hier in Spanien eine grundsätzliche Blutkontrolle nach der Zecken- und Mückensaison- also im Spätherbst (November) jeden Jahres oder ein paar Wochen nach jeder Urlaubsreise.

Aber nicht verzagen, falls Ihr Hund sich bereits infiziert hat, denn alle diese Krankheiten sind therapierbar und bei einer rechtzeitigen Erkennung und Feststellung der Krankheit und einem frühzeitigen Beginn mit einer Therapie kann eine völlige Heilung erfolgen!

Doch in jedem Falle ist eine sinnvolle Prophylaxe am besten.

Flöhe

Flöhe beissen sich am Hund zwar nicht fest, versuchen aber, durch davonrennen und hüpfen zu entkommen. Ein Floh hält sich nicht ständig an seinem Wirt (Hund) auf, vielmehr legt er Nester in dessen Lager an und vermehrt sich rasant. Hat Ihr Hund erst mehrere Flöhe, müssen Sie sich beim Tierarzt oder im Fachhandel hundeverträgliche Mittel zu deren Vergiftung besorgen (z.B. Puder). Es reicht dabei nicht aus nur den Hund zu "entgiften", vielmehr müssen Lagerstellen/Zwinger ebenfalls gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Von den sogenannten Flohhalsbändern kann nur abgeraten werden, da der Hund über Tage das darin enthaltene Gift einatmen wird, welches auf Dauer zu Gesundheitsproblemen führt.

Würmer

Gefährliche Parasiten sind Würmer, die, je nach Art, auch Menschen gefährlich werden. Deshalb entwurmen viele Hundebesitzer ihre Tiere ein- bis zweimal pro Jahr, unabhängig davon, ob ein Verdacht auf Würmer bei ihnen vorliegt oder nicht. Man muss nicht immer gleich entwurmen. Eine Stuhlprobe beim Tierarzt abgeben und dieser schickt die Probe auf die UNI ein. Nach 2-3 Tagen kommt der Befund, ist dieser positiv, kann man gezielt entwurmen! Die Kosten für diese Untersuchung sind sehr gering und der Hund bekommt keine unnötigen Medikamente.

Wurmeier oder -finnen(=Wurmlarven) können mit dem Strassendreck, Hundekot oder durch Überträgertiere in den Hund gelangen. Mäuse, Kaninchen und Zecken können beispielsweise Überträger sein.

 

Gegen Zecken kann ich das Scalibor Band emfpehlen - hält über 6 Monate und man bekommt es in der Apotheke.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alle Zeckenerkrankungen kann auch der Mensch bekommen - auch wir Menschen sollten uns nach dem Spaziergang absuchen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Borreliose Impfung wird von vielen Tierärzten empfohlen - ich lasse meine Hunde dagegen NICHT impfen - Borreliose ist nur eine Krankheit von vielen - ich schütze meine Hunde damit sie das ganze Jahr KEINE Zecke haben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fährt man mit dem Hund ins Ausland - vor allem im Süden - gibt es verschiedenste tödliche Erkrankungen - bitte unbedingt mit dem Tierarzt abklären - welche Prophylaxen es gibt.