Jagdberichte 2006 und 2007

Dezember 2006:

 

Clark durfte bei 2 Standtreiben dabei sein. Erstmal nur zum Zuschauen. Das erste Standtreiben fand in der Früh statt. Clark war wie immer sehr souverän und hat sich mit aller Ruhe das Treiben angesehen. Das 2. Standtreiben fand am Nachmittag statt - auch hier war er wieder souverän bei der Sache - zum Abschluss durfte er einen Fasan apportieren.

 

Oktober 2007 - 1. Jagdtag:

 

Diesmal war es eine Niederwild - Treibjagd - Clark durfte mit - jedoch durfte er nicht zum Einsatz kommen. Ich wollte einfach mal schauen wie sich der junge Mann so tut. Mindestens 6 Stunden Walk up - ohne Leine - ohne ein einziges Stück zu apportieren. Clark machte seine Sache supertoll. Es ist eine Freude mit einem Hund auf eine Jagd zu gehen, um den man sich nicht wirklich kümmern muß, er klebte an meinem linken Fuß und beobachtete den ganzen Tag die arbeitenden Hunde, die laufenden Hasen, ohne jemals auf den Gedanken zu kommen - einzuspringen. Als Belohnung gab es eine Freiverlorensuche im hohen Gras - und somit hat er an diesem Tag sein einziges Stück - einen Fasan apportiert.

 

November 2007 - 2. Jagdtag:

 

Diesmal kam Clark zum Einsatz! Bei wunderschönem Wetter gings in der Früh los und die Aufregung war auf beiden Seiten groß. 3 Hasen hat Clark souverän apportiert. Beim letzten Trieb wurde ich einem Jäger zugeteilt und wir gingen rund um einen Teich. Clark war auf dieser Seite der einzige Hund. Vor uns fiel ein Fasan - ich schickte meinen Hund und als er beim Stück war, stand plötzlich ein Vorstehhund da und schnappte meinem Burschen den Fasan vor der Nase weg. Clark hat dies ignoriert und ich rief Clark zurück.

 

Der Schütze und ich bemerkten, dass dieser Vorstehhund einen Hasen im Gebüsch abgelegt hatte - weil er doch liebe den Fasan wollte (Mistköter). Tja - erstes echtes Blind auf einen Hasen - ich war begeistert - Clark arbeitete diesen Hasen aus, als hätte er noch nie etwas anderes getan. Am Rückweg schoss der Schütze auf einen Hasen - leider nur angeschossen! Ich nahm Clark den Hasen ab und schickte ihn auf den noch lebenden und laufenden Hasen! Ich war mir nicht sicher, ob er einen noch lebenden Hasen aufnehmen würde. Da ich aber der einzige Hundeführer weit und breit war, blieb mir nichts anderes über.

 

Clark hat den Hasen verfolgt - rein in das Gebüsch - lautes geraschel . und er kam tatsächlich mit dem noch lebenden Hasen zurück! Er hat seine Sache SPITZENMÄSSIG gemacht!

 

November 2007 - 3. Jagdtag:

 

Auch hier begeisterte Clark sämtliche Jäger und alteingefleischte Dt. Kurzhaarführer, mit seinem Jagdverständnis und auch mit seinem extremen Gehorsam.

November 2007 . 4. Jagdtag: Hauptjagd in einer Ortschaft in NÖ

 

Aufgrund der guten - nein der hervorragenden Leistungen auf div. Jagden, wurde ein Jäger auf uns aufmerksam und so kamen wir zu dieser Hauptjagd. Clark war beim kompletten Walk up sehr ruhig und wie immer: absolut steady! Er durfte viele Hasen apportieren.

 

Am Ende des letzten Triebes wurde ich von 2 Jägern gerufen - 1 Fasan lag in einem Gatter und der andere lief noch in einem Senffeld ... wir beide also rasch zu dem Senffeld - der Schütze erklärte mir ganz genau, wo das Stück hineinfiel ... und wo es ungefähr jetzt sein könnte (Clark und ich hatten den Abschuss ja nicht gesehen) - ich setzte Clark an - mit einem VORAN in das Senffeld und das Suchkommando - keine 30 Sekunden später hatte dieser feine Kerl den Fasan und der Jäger gratulierte mir aufs herzlichste!

 

So nun den Fasan im Gatter: Ich suchte für meinen Hund einen "Eingang" und so schlüpfte Clark durch ein kleines Loch im Zaun - ich ging auf die Höhe des Fasanes - lies Clark vor mir sitzen und schickte ihn Back - kurzer Suchpfiff - und schon gefunden! Die Freude und auch das Staunen der Jäger war groß!

 

Diese beiden letzten Stücke die wir holen durften waren ein wunderschöner Abschluss. Die Bewunderung war auf der Seite meines kleinen Clarkis!

 

Dezember 2007 - 5. Jagdtag: Kreisjagd

 

Ein Kreisjagd stand am Plan. Der Hasenbestand in diesem Gebiet ist eine echte Freude! Ein wenig aufgeregt war ich schon - gebe ich zu! Diese Aufregung war jedoch nicht notwendig, denn Clark hat sich zu einem tollen Jagdbegleiter entwickelt, der jede Aufgabe souverän und zur absoluten Zufriedenheit gelöst hat.

 

Bei dieser Jagd schickte ich ihn nur auf Runner - zeitweise waren wir für 6 Jäger "verantwortlich" - dementsprechend viele Hasen musste Clark apportieren und ich tragen!!!

 

Es war ein wunderschönes Erlebnis bei einer Kreisjagd dabeisein zu dürfen!

 

Dezember 2007 - 6. Jagdtag:

 

Wieder eine kleine Jagd in der nähe von Wien, bei der Clark wieder von seinen Qualitäten überzeugen konnte!

 

Nein - ich verkaufe meinen Hund nicht ;-)

 

Dezember 2007 - 7. Jagdtag:

 

Diesmal gings nach Deutschland (Ja ich weiß - Hundeführer sind verrückt)! Diese Jagd ging über 2 Tage und es wurde einiges geboten - Entenstrich, Hasen und Fuchs.

 

Ach ja zum Thema Fuchs: Wir haben die Hunde in einem Schilfstreifen stöbern lassen - ich hörte ein riesen Gezanke und brüllte nur noch CLARK NEIN! Die Hunde waren nicht sichtbar, ich vermutete, dass er sich mit einem Rüden kloppt - obwohl dies noch niemals vorgekommen ist - aber man weiß ja nie!

 

Plötzlich rief ein Schütze: EIN FUCHS - ein Schuss fiel und hinter mir lag der Fuchs - Clark kam aus dem Schilf und alle Schützen und Hundeführer behaupteten, dass mein Hund diesen Fuchs herausgedrückt hätte. Ich konnte das nicht glauben - mein kleiner Clarki legt sich doch nicht mit einem Fuchs an.

 

Eine halbe Stunde nach diesem Vorfall fiel mir auf der Schnauze von Clark etwas auf - er blutete und ein Kratzer von links nach rechts wurde sichtbar! Also stimmte es doch: Mein kleines Baby hat sich doch tatsächlich mit einem Fuchs angelegt!

 

Tja - manch einer nennt ihn jetzt den: Killer oder auch Foxkiller!

 

Dezember 2007 - 8. Jagdtag:


Dies sollte unsere letzte Jagd für heuer sein. Es war ein wunderschöner aber kalter Jagdtag. Die Strecke war nicht allzugroß aber hin und wieder kam mein Kleiner zum Einsatz! Es stört mich auch gar nicht, wenn die Strecke mal nicht so groß ist, somit kann ich überprüfen, ob die Fußarbeit und die Steadyness noch funktioniert ;-)

 

Wir freuen uns auf die nächste Jagdsaison - Waidmannsheil!


Leider konnte Humphrey, aufgrund seiner Erkrankung nicht mehr mit zur Jagd! Es tat mir natürlich im Herzen weh - denn auch Humphrey war ein guter Jagdbegleiter und ein souveräner, sicherer Jagdhund! Hin und wieder durfte er mit auf einen kleinen Entenstrich - hier war die Belastung nicht allzugroß und Humphreys Augen bekammen das Funkeln zurück, dass sie noch bis zur Erkrankung TÄGLICH hatten!